Eine kleine Gruppe der 17er Schützen hat sich am vorletzten Wochenende nach Thüringen, genauer gesagt nach Gotha aufgemacht. Dort wurde zum einen das Jubiläum 150 Jahre Deutscher Schützenbund (DSB) gefeiert und gleichzeitig fand der Thüringentag statt.
1861 wurde in der Stadthalle zu Gotha unter der Leitung des Herzogs Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha der Deutsche Schützenbund in Leben gerufen. Heute sind fast 1,5 Million Schützinnen und Schützen darin vertreten.
Die beiden Feste dauerten von Freitag, den 8. bis Sonntag, den 10. Juli an. Geboten wurde vieles: In der Stadt waren fünf Bühnen aufgebaut, auf denen live verschiedene Bands der unterschiedlichsten Musikrichtungen gespielt haben, es gab Künstler zu bestaunen wie die Hochseilartisten Geschwister Weisheit, ein schönes Feuerwerk am Freitagabend, viele Leute in historischen Kostümen und jede Menge leckeres Essen (natürlich musste jeder mindestens eine Original Thüringer Rostbratwurst essen). Ein Highlight war sicherlich das Kanonenbiwak, auf dem historische und neuere Kanonen von handlich klein bis mannshoch zu bestaunen waren. Zu jeder vollen Stunde wurden dann einige davon gezündet. Sehr beeindruckend! An zwei Preisschießen (einmal mit dem Luftgewehr auf 10 m, einmal mit Kleinkaliber auf 50 m) haben wir auch teilgenommen, allerdings keinen der vorderen Plätze belegen können. Am Sonntag gab es dann den großen Umzug, bei dem wir mit unserer Fahne marschiert sind. Viele Leute standen am Straßenrand, haben uns zu gewunken und nachgefragt wo denn Damm liege? Antwort: Aschaffenburg. Reaktion: Ahh! Im Zug waren Gruppen aus ganz Deutschland vertreten. Zum Beispiel waren vor uns Schützen aus Zwickau, hinter uns welche aus Bernau bei Berlin. Nach dem Umzug haben wir uns dann noch in das große Festbuch eingetragen, wie es die Leute schon vor 150 Jahren gemacht haben. Zusätzlich wurden noch Fotos von uns und der Fahne gemacht, die dann dem Eintrag noch zugefügt werden.
Untergebracht waren wir im malerischen Luftkurort Friedrichroda im Thüringer Wald etwa 15 km südlich von Gotha. Mit einer nostalgischen Straßenbahn sind wir jeden Tag nach Gotha und wieder zurückgekommen.
Die ganze Sache hat riesigen Spaß gemacht, die Leute dort waren sehr gastfreundlich, die Gegend besonders in Friedrichroda war wunderschön und es gab sehr vieles zu bestaunen: ein rundum gelungenes Wochenende!